Strategiespiele

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Geschichte der Strategiespiele

Da sich das diesjährige Softwarepraktikum auf das Genre der Strategiespiele konzentriert, bieten wir euch hier eine kleine Einführung in deren Geschichte mit ihren wichtigsten Meilensteinen. Das ganze geschieht natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Grundsätzlich lässt sich dieses Genre in Echtzeit- und Rundenbasierte-Strategiespiele aufteilen. Bei rundenbasierter Strategie führen die Spieler abwechselnd Aktionen aus (ähnlich wie bei den meisten Brettspielen), während bei Echtzeitstrategie gleichzeitig gespielt wird. Da im Softwarepraktikum Echtzeitstrategiespiele behandelt werden, liegt auch der Schwerpunkt dieses Artikels darauf.

Echtzeit-Strategiespiele/Real-Time Strategy Games (RTS) im engeren Sinne - "Ernten, Bauen, Kämpfen"

Obwohl Spiele wie Die Siedler oder Sim City auch in Echtzeit ablaufen, wird der Begriff der Echtzeit-Strategie oft nur für eine bestimmte Art von Echtzeit-Spielen verwendet. Hier werden die (in unseren Augen) wichtigsten Vertreter vorgestellt.


Dune II (1992)

Dune II

Dune II war das erste in Echtzeit ablaufenden Strategiespiel für PC, das nach dem später typischen Sammeln/Bauen/Kämpfen-Prinzip ablief. Auf technischer Seite gab es 2D-Grafik mit einer Aufsicht auf das Spielfeld, inklusive Minimap und Kommando-Interface. Spielerisch waren bereits die meisten Features enthalten, die das Genre ausmachen:

  • Ressourcen-Management
  • Basis-Bau
  • Steuerung der einzelnen Einheiten mittels Bewege-/Angriff-/Stop-Befehl
  • Technologiebaum
  • Wahl zwischen unterschiedlichen Parteien
  • (ansatzweise) nichtlineare Kampagne
  • spannende Sci-Fi-Story, lose an die Romane angelehnt
  • (gezeichnete) Zwischensequenzen



Warcraft I (1994)

Warcraft I

Warcraft I verlegte das Spielprinzip von Dune II aus dem Sci-Fi Setting in die Fantasy-Welt. Außerdem gab es das erste Mal Nahkampf-Einheiten. Noch entscheidender für die Weiterentwicklung des Genres war aber der Multiplayer-Modus per (Null-)Modem und die Einführung von sogenannten Skirmish-Partien. Neue Features:


Command & Conquer: Der Tiberiumkonflikt (C&C) (1995)

Command & Conquer - Der Tiberiumkonflikt

C&C leitete zusammen mit Warcraft I den Durchbruch des RTS-Spielprinzips auf dem Massenmarkt ein. Spielerisch recht ähnlich wie Dune II und auch von Westwood produziert, bot es zeitgemäße Grafik, Zwischensequenzen in Realfilm-Optik und einige Verbesserungen der Steuerung, wie die Gruppierung von Einheiten und einen "intelligenten" Mauszeiger. Die Grafikdarstellung erfolgte in einer leicht angewinkelten Perspektive mit fester Kamera. Insgesamt stellt es in vielen Bereichen eine Verfeinerung von Dune II dar, ohne bahnbrechende, neue Features einzuführen.
Neu:

  • großer wirtschaftlicher Erfolg des Spiels


Warcraft II: Tides of Darkness (1995)

WarCraft II

Wenig später als Command & Conquer: Der Tiberiumkonflikt erschien Warcraft II. Spielte abermals in der eigens entworfenen Warcraft-Fantasywelt und wartete mit schön gestalteter SVGA-Grafik auf - die Urversion von C&C bot nur VGA. Außerdem konnten Luft- und erstmal auch Seestreitkräfte kommandiert werden und es gab ein Wegpunkte-System, das es ermöglichte, Einheiten mehrere Befehle auf einmal zu geben, die dann nacheinander ausgeführt wurden. Das neue Feature mit der wohl größten strategischen Relevanz war aber der Fog of War.
Die neuen Features auf einen Blick:

  • SVGA
  • Fog of War
  • Befehlsqueues
  • Seestreitkräfte


Z (1996)

Z

Zwischen den Genres Echtzeit-Strategie und -Taktik ordnete sich Z ein. Es gab keine Resourcen mehr, die gesammelt werden konnten und der Basisbau entfiel. Die Oberhand gewann ein Spieler durch die Kontrolle möglichst vieler Sektoren auf der Karte. Diese konnte durch das Berühren der zugehörigen Fahne durch eine eigene Einheit erlangt werden. Je mehr Sektoren kontrolliert wurden, desto mehr verringerte sich die Bauzeit für eigene Einheiten. Auch die Gebäude zu deren Erstellung waren bereits von vorneherein auf der Karte vorhanden, so dass auch der Basisbau-Anteil wegfiel.
Hingegen waren bei Z Fahrzeug und Fahrer keine untrennbare Einheit mehr. Es gab mehrere Klassen von Fußsoldaten mit speziellen Fähigkeiten, sowohl mit als auch ohne Fahrzeug.
Insgesamt bot Z ein deutlich hektischeres, taktisch aber sehr interessantes Spielerlebnis und führte einige neue Konzepte ein, die später Verwendung finden sollten.
Aufgrund der Abwesenheit von Sammeln und der Tatsache, dass lediglich Einheiten, nicht Gebäude gebaut werden konnten, kann es als Vorläufer der Echtzeit-Taktik a la Myth gesehen werden.
Features:

  • Sektorenkontrolle als "Resource"
  • hohes Spieltempo
  • Gebäude bereits in der Karte integriert
  • Trennung Fahrzeug/Fahrer
  • verschiedene Fußsoldaten mit Fähigkeiten


Total Annihilation (1997)

Viele weitere konsequente Verfeinerungen und Erweiterungen des Spielprinzips führte Total Annihilation ein. Zum ersten Mal kam echte 3D-Grafik zum Einsatz. Außerdem wurde in vielen Aspekten der Maßstab größer und zum Teil auch realistischer gewählt, so gab es Kanonen, die auf kleineren Karten jeden beliebigen Punkt beschießen konnten, Flugzeuge, die direkt steuerbar waren und sich dennoch mit realistischer Geschwindigkeit bewegten und große Schlachtschiffe. Insgesamt wuchs die Anzahl der verfügbaren Einheiten wie auch der Maßstab der Schlachten.
Resourcen waren nicht mehr durch einen absoluten Wert begrenzt, sondern jede Resourcenquelle konnte beliebig lange ausgebeutet werden, entscheidend war es, schneller als der Gegner zu sammeln.
Das Interface trug dem vergrößerten Maßstab ebenfalls Rechnung, indem Befehlsqueues noch konsequenter genutzt wurden, so konnte auch der Bau der Basis weitgehend automatisiert werden. Das Fog of War-Konzept wurde ebenfalls weiterentwickelt, indem das Sichtfeld von Einheiten auch abhängig vom Terrain simuliert wurde.
Damit erfand Total Annihilation zwar das Genre nicht neu, hob aber viele seiner Eigenschaften auf eine neue Entwicklungsstufe.
Die wichtigsten neuen Features:

  • Befehlsqueues konsequenter umgesetzt
  • bessere KI
  • 3D-Grafik
  • Sichtfeld von Einheiten wird simuliert
  • insgesamt größerer Maßstab


Starcraft (1998)

StarCraft

Starcraft war der Nachfolger von Warcraft und in einem Sci-Fi Setting angesiedelt. Es befand sich damals in direkter Konkurrenz zu Total Annihilation, schlug jedoch einen anderen Weg bei der Weiterentwicklung des Genres ein. Die Grafik und viele weitere Funktionen wurden zwar weiterentwickelt, aber nicht im selben Maßstab wie bei Total Annihilation. Dafür wurde ein starker Schwerpunkt auf die Hintergrundgeschichte und die beteiligten, sehr verschiedenen, Rassen gelegt.
In noch konsequenterer Weise als die vorhergehenden Spiele wurden für Starcraft drei sehr stark unterschiedliche Völker als Kriegsparteien eingeführt. Viel Aufwand wurde betrieben um die Einheiten aufeinander abzustimmen, so dass auch in Mehrspieler-Partien zwischen verschiedenen Völkern Chancengleichheit herrschen sollte.
Ein sehr starker Fokus wurde auch auf die erzählte Geschichte gelegt. Durch die Einführung einzigartiger "Helden"-Einheiten wurde es möglich, die Hintergrundgeschichte noch deutlich stärker mit dem Geschehen in der Schlacht zu verweben. Wie auch schon bei Warcraft (besonders dem zweiten) wurde besonderer Wert auf die künstlerischen und auch die erzählerischen Aspekte des Spiels gelegt, so dass eine besonders fesselnde Athmösphäre zustande kam.
Neu:

  • einzigartige Einheiten - "Helden"
  • stark unterschiedliche Rassen


Homeworld (1999)

Homeworld

Vor Homeworld liefen alle RTS durchweg in 2,5D ab. Der Spieler hatte keinen direkten Einfluss auf die Y-Koordinate seiner Einheiten auf dem Spielfeld, die Spielfelder waren stets die Oberflächen von Planeten. Bei Homeworld wurde erstmals der Weltraum selbst zum Spielfeld, so dass Einheiten sich beliebig im dreidimensionalen Raum bewegen konnten. Neu war außerdem die Möglichkeit, sie von einer Schlacht in die andere übernehmen zu können, so dass truppenschonende Taktiken erforderlich wurden.
Neu:

  • echtes 3D-Spielfeld
  • Übernahme überlebender Einheiten in die nächste Schlacht


Warcraft III: Reign of Chaos (2002)

WarCraft III

An den großen Erfolg von Starcraft, konnte die Entwicklerfirma Blizzard, wie gewohnt auch bei Warcraft III anknüpfen. Erstmals kam echte 3D-Grafik mit einer beweglichen Kamera zum Einsatz, in der sich auch die meisten Zwischensequenzen abspielten. Wie in Starcraft durchlief man beim Spielen der Kampagne wieder nacheinander die verschiedenen Rassen.
Wichtigste spielerische Neuerung war die starke Weiterentwicklung des Heldenkonzepts. Helden konnten, wie bei Rollenspielen, Erfahrung sammeln und wurden so sehr mächtig. Dies bewirkte, zusammen mit dem strengeren Einheitenlimit und dem sogenannten "Upkeep" - einer Art Steuer, die ab einer bestimmten Einheitenzahl auf das Goldeinkommen erhoben wurde - eine deutliche Verschiebung der Spielschwerpunkte. Die Ausbildung der Helden wurde unentbehrlich, da man ohne hochstufige Helden praktisch chancenlos war. Außerdem war die Größe der Streitmacht rein zahlenmäßig deutlich kleiner als bei Starcraft, oder gar Total Annihilation, so dass die Zusammensetzung und Steuerung der eigenen Truppen im Kampf deutlich wichtiger und kampfentscheidend wurde.
Außerdem wurde der Leveleditor, der auch schon in den vorigen Teilen integriert war, nocheinmal deutlich mächtiger. Das führte zur Entstehung vieler neuer Karten, teilweise mit anderen und neuen Spielprinzipien, wie etwa Tower Defense oder DotA.

Neu:

  • Helden/RPG-Einschlag
  • Upkeep
  • Flexibilität in der Levelgestaltung durch Scripting,... -> Entstehung vieler Mods:


Stronghold (2001)

Stronghold

Stronghold nimmt insofern einen besonderen Platz in der Landschaft der RTS ein, als dass es sich auf den Basisbau und deren Verteidigung konzentriert. Es gibt eine angreifende und eine verteidigende Partei, wobei nur die verteidigende eine Basis baut, die sie dann gegen eine zahlenmäßig überlegene angreifende Streitmacht verteidigen muss.


Warhammer 40k: Dawn of War (2004)

Dawn of War

Resourcen ähnlich wie bei Z via Kontrolle von "Fahnen", Kontrolle ganzer Squads


Supreme Commander (2007)

Supreme Commander
  • Inoffizieller Nachfolger zu Total Annihilation
  • rießiger Maßstab


Total War Reihe (2000-2009)

Total War ist eine Reihe von Computerspielen, welche rundenbasierte Globalstrategie mit echtzeitbasierten Taktikschlachten verbindet. Die Reihe umfasst inzwischen 6 Titel zuzüglich Addons:

  • Shogun: Total War
  • Medieval: Total War
  • Rome: Total War
  • Medieval 2: Total War
  • Empire: Total War
  • Napoleon: Total War

Das Besondere Augenmark der Serie liegt auf einem komplexen System zur Verwaltung von Provinzen im Strategiepart und der Dimension der davon abhängenden Taktikschlachten. Im Strategieteil werden auf einer Übersichtskarte Provinzen verwaltet, Befehle an Truppen gegeben sowie strategische Einheiten genutzt (z.B. für Diplomatie oder Spionage). Im Taktikteil werden in dreidimensionalen Umgebungen Schlachten zwischen zwei oder mehr Fraktionen ausgetragen. Ein wichtiger Faktor dieser Taktikschlachten sind u.a. Formations-, Aufstellungs- und Verhaltensanweisungen die sich sowohl auf die direkte Kampfkraft als auch die Moral der Einheiten auswirken.


Echtzeit-Taktik

Die folgenden Spiele unterscheiden sich von den bisherigen RTS durch den (weitgehenden) Verzicht auf Resourcenmanagement und Basisbau zugunsten des intensiveren Gebrauchs von Taktik, also des geschickten Steuerns der gegebenen Einheiten.


Cannon Fodder (1993)

Als früher Vertreter des Echtzeit-Taktik Subgenres kann Cannon Fodder angesehen werden. Dabei lag der Schwerpunkt noch stark auf Action.
Der Spieler verfügt über eine große Reserve an Soldaten ("Cannon Fodder"...), von denen er bis zu vier als Gruppe steuert, indem er ihnen - stets allen auf einmal - Bewegungs- und Schießbefehle erteilt, und sich so durch Feindesland kämpft. Es gab nur einen Einheitentyp, doch konnten Soldaten, vorausgesetzt sie lebten lange genug, im Rang aufsteigen und so Fähigkeiten verbessern.
Die Grafikdarstellung erfolgte, wie für das ganze Genre typisch in leicht gekippter Draufsicht.
Interessante Features:

  • typische RTS-Steuerung
  • Soldaten sammeln Erfahrung


Close Combat

Myth: The Fallen Lords (1997)

Im Vergleich zu Commandos oder Cannon Fodder ähnelt Myth eher den traditionellen RTS, wobei jedoch deren "Sammeln und Bauen"-Teil komplett wegfällt. Man muss mit den Truppen zurechtkommen, die man am Anfang und im Laufe eines Szenarios zugeteilt bekommt. Das zwingt den Spieler dazu, nicht auf zahlenmäßige Überlegenheit zu setzen, da diese nicht vorhanden ist. Um die taktischen Möglichkeiten zu erweitern kamen hier Formationen zum Einsatz, die den Einheiten befohlen werden können, und die sich spürbar auf das Ergebnis des Kampfes auswirken. Außerdem kam eine (verhältnismäßig) realistische Physik-Simulation zum Einsatz, um etwa den Flug von Pfeilen zu simulieren. Dadurch erhielt das 3D-Terrain eine entscheidende taktische Bedeutung, da Bogenschützen von Anhöhen aus deutlich weiter schießen konnten und Angreifer durch die Ansteigung verlangsamt wurden. Außerdem erhielten die einzelnen Kämpfer Namen und eine Abschussliste und gewannen - hinreichend langes Leben vorausgesetzt - über die Missionen hinweg Erfahrung.
In technischer Hinsicht war neben der damals neuen Physik auch die Grafik mit echtem 3D-Terrain state-of-the-art, dadurch wurde erstmals auch eine frei bewegliche Kamera ermöglicht. Die Spielfiguren bestanden jedoch noch aus einfachen Sprites.

  • Formationen
  • Physik
  • 3D-Terrain
  • individualisierte Einheiten, Erfahrungssystem


Commandos (1998)

In Commandos musste der taktische Vorteil dadurch erarbeitet werden, dass alle Aktionen möglichst unentdeckt ablaufen sollten, da der Spieler keine Einheiten nachfordern konnte und der Gegner stets in großer Überzahl war. Zu steuern war war eine kleine Anzahl von spezialisierten Soldaten, von denen jeder individuelle Fähigkeiten hatte, die es geschickt auszuspielen galt.

  • wenige Einheiten mit besonderen Fähigkeiten
  • Schleich-Komponente


Aufbau-Strategie

Siedler (1994-heute)

Die Siedler II

In die Siedler konnte der Spieler eine Siedlung in "neu entdecktem" Land aufbauen und so sein Territorium vergrößern. Dabei war es vor allem wichtig, die richtigen Gebäude zur richtigen Zeit zu bauen, um das Wachstum nicht zu gefährden. Zu Zeiten von "Die Siedler II" (1996) waren deutlich mehr Animationen der Umwelt zu sehen als es für Strategiespiele dieser Zeit üblich war. Die Computergegner bauten ähnliche Siedlungen, wie es der Spieler selbst tat und griffen gelegentlich an, wenn sie ihre Territoriengrenzen bedroht sahen. Der Spieler konnte nur indirekt über das Entsenden von Soldaten in die Außenposten seines Reiches in das Kampfgeschehen eingreifen. Er hatte keine Möglichkeit, den Kampf direkt zu beeinflussen, wenn er einmal angelaufen war. Die ersten Spiele der Siedlerreihe verfügten über eine starre Sicht auf das Spielgeschehen. In späteren Spielen waren zunächst Zoom-Funktionen und später Kartendrehfunktionen vorhanden.


Anno (1998-heute)

Anno 1602 (1998)

Die Anno-Reihe hatte einen ähnlichen Hintergrund wie "Die Siedler": der Spieler war in eine neue, unbekannte Welt versetzt und musste sich dort behaupten. Durch das Gründen einer neuen Siedlung und deren Ausbau zur Metropole konnte der Spieler das Spiel gewinnen. Besonders der Aspekt des Handels mit anderen Spielern (sowohl Computer-Spieler als auch reale Spieler) wurde bei Anno hervorgehoben und war wichtiger Bestandteil des Spielprinzips.

Sonstige

Die hier noch folgenden Spiele passen aufgrund ihrer Konzepte nicht in die anderen Kategorien.

Battleforge (2009)

Battleforge

In Battleforge gibt es im Gegensatz zu "gewöhnlichen" Strategiespielen keinen Basisbau über den Truppen rekrutiert werden. Battleforge verwendet dazu eine Mischung aus Sammelkartenspiel und Echtzeit-Strategie.
Als Spieler muss man sich aus seinen Karten für eine Partie ein Deck aus 20 Karten aussuchen. Diese Karten können Einheiten, Zauber oder auch Gebäude reprasentieren. Sobald genug Resourcen gesammelt sind können die Karten dann ausgespielt werden, wobei die auf der Karte dargestellten Einheiten, Zauber oder Gebäude sofort erscheinen. Dies macht die Gefechte wesentlich dynamischer da Einheiten direkt in die Schlacht geworfen werden können und nicht erst von der Basis zum Gefecht laufen müssen.

Warcraft III - DotA (2005-heute)

Warcraft III - DotA

Defense of the Ancients (DotA) ist eigentlich kein eigenes Spiel sondern nur eine Custom Maps für Warcraft III. Allerdings verändert diese das eigentliche Spielprinzip noch mehr in Richtung Rollenspiel und weiter weg von klassischen Strategiespielen, da man nur noch einen Character direkt steuert.
Es spielen zwei Teams mit je 5 Spielern gegeneinander, mit dem Ziel das gegnerische zentrale Gebäude (den "Ancient") zu zerstören. Der Spieler steuert dabei nur einen mächtigen Helden und wird von computergesteuerten Creeps unterstützt. Wie in einem Rollenspiel sammelt der Spieler dabei Erfahrungspunkte, steigt in seiner Stufe auf und kann seinen Helden mit Gegenständen ausrüsten.

Demigod (2009)

Demigod

Demigod ist eine Mischung aus Echtzeitstrategie- und Rollenspiel. Das Spielprinzip ist stark von DotA inspiriert. Als Spieler steuert man einen von zwei verschiedenen Arten von Demigods: Assasine oder Generäle. Assasine verwenden direkte Kampffähigkeiten während Generäle eigene Diener zur Unterstützung erschaffen. Auch hier erhält der Spieler Erfahrungspunkte, kann dadurch im Level aufsteigen und neue Fähigkeiten lernen und Ausrüstung kaufen.
Da Demigod hauptsächlich auf Multiplayer gefechte ausgelegt ist gibt es keine Einzelspielerkampagne. Daher kann man lediglich Skirmish Partien und kleine Turniere mit den selben Modi spielen die auch im Mehrspieler zur Verfügung stehen.

Dungeon Keeper I + II

In Dungeon Keeper baut der Spieler unterirdische Dungeons um Monster anzusiedeln, mit deren Hilfe er die Unterwelt erobern kann. Eine der größten Besonderheiten der Spiele war es, dass der Spieler als "böser" Monster gegen "gute" Helden geführt hat. Im Unterschied zu gewöhnlichen Echtzeitstrategietiteln setzt der Spieler zum Basisbau keine vorgefertigten Bauten auf die Karte, sondern gestaltet die Größe und Form der Gänge und Räume selbst indem er sie anhand eines Rasters selbst aus dem Erdreich stampft. Dazu muss der Spieler durch von ihm gesteuerte Imps Gold abbauen lassen um sich bestimmte Raumeinrichtungen leisten zu können, welche wiederum bestimmte Monsterarten anziehen, die fortan seinen Dungeon bevölkern. Die Monster die sich im Dungeon niedergelassen haben können vom Spieler trainiert werden und werden letzenendes dazu benötigt um gegen feindliche Dungeon Keeper und vor allem gegen in den Dungeon eindringende Helden zu kämpfen. Steuern tut der Spieler das Spiel über eine Hand mit der er Befehle gibt oder auch Monster aufsammeln und an anderer Stelle im Dungeon wieder abwerfen kann. Zusätzlich ist es auch möglich den Dungeon aus der Sicht eines der Monster zu erkunden wobei je nach gewähltem Monster verschiedene Fähigkeiten zur Verfügung stehen mit denen z.B. auch in Kämpfen selbst mitgekämft werden kann.


Dwarf Fortress

Dwarf Fortress

Sehr komplexe Sandbox Simulation. Wird als Mischung zwischen Dungeon Keeper und Die Sims beschrieben. Die ASCII Grafik ist sehr simpel gehalten und die Steuerung nur über die Tastatur möglich. Das Spiel generiert eine riesige Welt und simuliert anschliessend unzählige Lebenwesen, Ressourcen und sogar Flüssigkeiten (Wasser, Lava, etc.).


Darwinia

Darwinia

Darwinia ist ein Echtzeitstrategiespiel in 3D-Retrografikstil. Die Welt von Darwinia ist ein „virtueller Themenpark“ in dem sich die aus einem einzigen Polygon bestehenden „Darwinians“ tummeln, welche über eine sich weiterentwickelnde Künstliche Intelligenz verfügen. Der Spieler kann in diesem Schauplatz der künstlichen Evolution die Darwinians beobachten und studieren. Als Spielziel müssen feindliche „Viren“ und Kreaturen zerstört werden, die die künstliche Welt bedrohen. Dabei gilt es mittels Evolution leistungsfähigere Darwinians zu schaffen, doch auch die „Viren“ entwickeln sich weiter.



Nicht relevantes

Die nachfolgenden Spiele sind nicht für die Aufgabe des Softwarepraktikums relevant. Sie sollen hier jedoch nicht fehlen, da sie einen Einblick in das Aussehen möglicher Strategiespiele geben könnten.

SimCity (1989-2008)

SimCity konzentrierte sich eher auf die Simulation der realen Welt mit zum Teil stark vereinfachten Parametern. Aus diesem Grund ist es eher in die Ecke der Wirtschaftssimulationen einzuordnen. Der Spieler hatte die Aufgabe, als Bürgermeister eine möglichst große und florierende Stadt vom ersten Haus an auf einem vorbestimmten Terrain aufzubauen. Dabei musste er auf das richtige Verhältnis von Industrie-, Handels- und Wohn-Zonen achten. Zum Beispiel durch Erhöhen der Steuern und den Ausbau der Infrastruktur konnte der Spieler Einfluss auf das eigene Konto nehmen und den Wert der Stadt erhöhen.

Besonderheiten:

  • Keine "echten" Gegner. Der Computer generierte zufällig Katastrophen, die über die Stadt hereinbrachen und mit denen der Spieler umgehen musste.
  • Durch sehr viele Feinheiten und Schrauben, an denen man drehen konnte, wurde der Spielspaß gesichert.


Transport Tycoon (1994)

Transport Tycoon

Auch Transport Tycoon ist eine Wirtschaftssimulation, ähnlich wie SimCity. Der Spieler hatte die Aufgabe, ein großes Transportunternehmen aufzubauen. Die Grafik erinnerte sehr an SimCity 2000. Auch hier handelte es sich um eine Isometrische Projektion der Spielwelt.

Heroes of Might and Magic I - V (1995-2006)

  • Rundenbasiert
  • Rollenspielelemente (Helden verdienen Erfahrungspunkte, steigen im Level auf und können mit Gegenständen ausgerüstet werden)
  • Ausbaubare Städte
  • Das Spiel wird über Helden gesteuert die über eigene Armeen verfügen
  • Verschiedene Stadttypen mit eigenen Helden und Einheiten


Links

Hier werden wir über die Zeit einige interessante Websites zu Strategiespielen im speziellen und auch Spielen im Allgemeinen sammeln. Wir freuen uns über Vorschläge.